Wetterlabor

Wetterlabor

Wettertechnik

Ein wichtiger Bestandteil der Bergbaukunde ist das Fachgebiet der Wettertechnik. Unter dem Begriff „Grubenbewetterung“ versteht man die qualitative und quantitative Versorgung der Grubenbaue mit frischer Luft, den sogenannten Wettern. Aufgrund dieser essentiellen Bedeutung für den untertägigen Abbau von mineralischen Rohstoffen ist eine Kenntnis der wichtigsten Bestandteile der Wettertechnik elementar für den Bergmann.

Zur Verdeutlichung der in der Vorlesung „Allgemeine Bergbaukunde 3 / Wettertechnik“ vermittelten Lehrinhalte unterhält das MRE in seinen Kellerräumen das Wetterlabor. Hier lernen die Studenten an Grubenlüftern, die ursprünglich in untertägigen Gruben eingesetzt wurden, die Praxis der Strömungslehre kennen. Die verschiedenen Versuchsstände umfassen einen kleinen Hauptgrubenlüfter, einen Luttenlüfter mit dazugehörigen Lutten, ein Klimaversuchsmodell sowie kleinere Axial- und Radiallüfter. In den Versuchen lernen die Studenten die betriebstechnischen Hintergründe, die sicherheitstechnische und klimatische Notwendigkeit und die daraus resultierende wirtschaftliche Auswirkung der Wettertechnik kennen.

An dem „Wettermodell“, das in einem weiteren Kellerraum untergebracht ist, planen die Studenten die wettertechnische Versorgung eines gesamten Grubengebäudes. Die Überwachung der Volumenströme erfolgt an diesem Modell über eingebaute Druckmesssensoren, deren aufgezeichnete Werte mit einem eigens entwickeltem PC Programm dargestellt werden. Erweitert wird diese Projektarbeit mittels einer Planungsoftware, die im internationalen Bergbau weit verbreitet eingesetzt wird.