I2Mine

Innovative Technologies and Concepts for the Intelligent Deep Mine of the Future

Anlass und Motivation

Mineralische Rohstoffe tragen in entscheidendem Maße zur Zukunftsfähigkeit moderner Gesellschaften bei. Der Zugang zu Bodenschätzen ist von hoher Bedeutung für die europäische Wirtschaft. Die europäischen Rohstoffvorkommen sind in zunehmend größeren Teufen gelagert. Folglich wird das Bergwerk der Zukunft mineralische Rohstoffe in größeren Teufen als heute üblich abbauen müssen.

Das I²Mine Projekt ist im 7. Rahmenforschungsprogramm der EU platziert. I²Mine ist eines der größten F&E-Projekte, das jemals im Bergbaubereich finanziert wurde. Die Laufzeit beträgt vier Jahre, in denen Universitäten, Forschungseinrichtungen, Bergwerksunternehmen und Firmen aus der Zulieferindustrie aus neun EU-Ländern am Bergwerk der Zukunft arbeiten. Die RWTH Aachen ist ein Teil davon und wird dabei unter anderem durch das Institute of Mineral Resources Engineering (MRE) vertreten. Das Projektbudget liegt im Bereich von 25,5 Mio. € mit einem EU-Zuschuss von 16 Mio.­€.

Arbeitspakete in I²Mine

I²Mine ist thematisch in acht Arbeitspakete (WP) aufgeteilt:

  • WP1. Mine-wide Information and Control Systems, Logistic and Mass-flow Management
  • WP2. Novel Mining and Underground Processing Methods
  • WP3. Rock Mechanics and Ground Control
  • WP4. Innovative Machinery for Deep Underground Mines
  • WP5. Application, Demonstration, Validation
  • WP6. Health and Safety and Environmental Aspects in Future Deep Mining
  • WP7. Communication, Dissemination and Societal Issues
  • WP8. Coordination and Management

Das MRE ist in den Arbeitspaketen WP2 und WP6 involviert.

Mine-to-Mill Integration Concepts

In WP2 steht die Entwicklung neuer bzw. angepasster Konzepte für den Abbau mineralischer Rohstoffe in großen Teufen im Vordergrund. Die Anwendung der zurzeit eingesetzten Abbauverfahren würde bei Bergwerken in großer Teufe zu Problemen führen und nicht mit der Vision von I²Mine korrespondieren. Das MRE beschäftigt sich in diesem Zusammenhang mit der abbaunahen Bergevorabscheidung bzw. der Integration der abbaunahen Aufbereitung in den gesamten Bergwerksprozess. Die Konzepte werden mit I²Mine-Partnern erarbeitet und simuliert. Die Ergebnisse werden anschließend mit den Bergwerksbetreibern verifiziert und validiert.

Deep Mine Rescue

WP6 ist schwerpunktmäßig dem Arbeits- und Gesundheitsschutz gewidmet. Das MRE beschäftigt sich in diesem Arbeitspaket mit dem Thema „Grubenrettungsmanagement/-Systeme tiefer Bergwerke“. Ziel dieser Aufgabe ist es integrierte Grubenrettungssysteme und Konzepte für den Technologieeinsatz zur Rettung von verschütteten Bergleuten in einem tiefen, havarierten Bergwerk zu entwickeln. Die Erfahrung zeigt, dass Grubenunglücke nie völlig ausgeschlossen werden können (z.B. San José, Chile).

Auch wenn die Vision von I²Mine ein unbemanntes und vollautomatisiertes Bergwerk ist, wird es in näherer Zukunft noch einige untertägige Arbeitsplätze geben. Daher müssen geeignete Methoden und Technologien unter Berücksichtigung der spezifischen Situationen tiefer Bergwerke entwickelt werden. Die Ergebnisse werden in einer Art Best-Practice-Guide und Leitlinien zusammengefasst, die bei Eintreten eines „Grubenunglücks“ in Kraft treten. Außerdem soll das europäische Netzwerk auch im Bereich der Grubenrettung seine Vorreiterrolle ausbauen und so zur globalen Verbesserung der Arbeitssicherheit unter Tage beitragen.

Partner

Das I²Mine Projekt wird durch das 7. Rahmenforschungsprogramm (FP7/2007-2011) der EU mit dem Grant Agreement Nr. 280855 gefördert.

EU

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www.i2mine.eu