Altlastensicherung

Altlastensicherung – Die Entsorgung von Verbrennungsrückständen ist häufig ungeklärt. Eine mögliche Deponierung ist sowohl aus Kostengründen, als auch aus Gründen der Flächeninanspruchnahme ökologisch und wirtschaftlich abzulehnen.

In Abbaubereichen alter Bergwerke können instabile Hohlräume vorhanden sein, die zusammenbrechen und sich zur Tagesoberfläche fortpflanzen. Diese Tagesbrüche stellen eine Gefährdung für Menschen, Tiere und Umwelt dar.

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Hohlraumeinbruch

Tagesbrüche können vermieden werden, wenn der untertägige Hohlraum direkt im Anschluss an die Rohstoffgewinnung verfüllt wird (Versatz). Bezogen auf den Flächenverbrauch und die Belastung des Naturraums (Ressourcenschonung) verbietet sich die Gewinnung des Versatzmaterials – in diesem Fall verlagert sich die Hohlraumproblematik.

Das Institut für Bergbaukunde I hat für einen Bergwerksunternehmer und einen Kraftwerksbetreiber ein Konzept erarbeitet, bei dem Wirbelschichtaschen für den Versatz der instabilen Abbauhohlräume verwendet werden.

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Für die Bereiche Anlieferung, Versatzinfrastruktur und Versatz ist eine konkrete Planung durchgeführt worden. Für die Planung der Anlieferung des Versatzgutes wurden Transportverfahren in Bezug auf Treibstoffverbrauch, Abgase und Lärm bewertet und ausgewählt.

Die geplante Versatzinfrastruktur wurde so in das bestehende Bergwerk integriert, dass der Flächenverbrauch minimiert und das Landschaftsbild nicht nachhaltig verändert wurde. In Abhängigkeit von der Hohlraumform wurden Versatzverfahren entwickelt und bewertet.