Navijet

Navigational Jet Grouting

Zur Herstellung von Baugrubenabdichtungen, Unterfangungen, Gründungen etc. in Lockergestein hat sich in den letzten 15 Jahren zunehmend das Verfahren der Düsenstrahlinjektion (eng. Jet Grouting) durchgesetzt.

Dabei wird zunächst mit bekannten Verfahren ein Bohrloch niedergebracht. Anschließend wird über eine Düse, die sich etwas oberhalb der Bohrkrone befindet, ein Injektions- gutstrahl (Wasser-/Zement- gemisch) unter hohem Druck in den Baugrund eingepreßt und mit diesem dann vermischt.

Als Resultat erhält man bei gleichzeitigem Drehen und Ziehen des Bohrgestänges als Injektionskörper Säulen bzw. ohne Drehung Wandelemente (Bild 1).

Probleme bei der Durchführung derartiger Baumaßnahmenbestehen in der Vorhersage und Kontrolle der Injektionskörpergeometrie, sowie in der erzielbaren Tiefe.

Richtungsabweichungen bei konventionellen Bohrverfahren lassen derzeit maximale Tiefen von 50 m zu.

Bild 1
Bild 1

Ziel des von der EG geförderten Forschungsvorhabens „Navigational Jet Grouting“ (NAVIJET) ist sowohl die maschinentechnische Weiterentwicklung der Düsenstrahl- injektion-Anlage als auch die Realisierung eines integrierten Planungs- und Prozeßüberwachungssystems zur Verbesserung der Produktqualität. Mit fünf Partnern aus England, Frankreich und Deutschland werden am Institut für Bergbaukunde I (bbkI) in Zusammenarbeit mit dem Institut für Bergwerks- und Hüttenmaschinenkunde (IBH) folgende Punkte bearbeitet:

  • Entwicklung eines Modells zur Berechnung der Eindringtiefe des Strahls in den Boden
  • Optimierung des Eindringprozesses durch Optimierung der Düsengeometrie
  • Entwicklung eines Qualitätsüberwachungssystems, das Profil und Volumen der erstellten Injektionskörper in Realzeit erfaßt

Eckdaten

  • Level: international


Forschungsgruppe(n)

Partner

EU

rwth_logo

bbk_SoletancheBachy

bbk_WS_ATKINS

bbk_AC_IDA

bbk_CDA

bbk_Armines