PAKS

Parallelisierung von Arbeitsvorgängen im konventionellen Streckenvortieb mit Ankerausbau

Der derzeitige Stand der Technik beim konventionellen Streckenvortrieb mit Ankerausbau ist durch eine stark sequentielle Vorgehensweise gekennzeichnet. Die Hauptarbeitsvorgänge Ausbau, Bohren, Sprengen und Wegfüllen erfolgen nacheinander. Aufgabe des F&E-Vorhabens ist deshalb die Entwicklung neuer Konzepte zur Parallelisierung dieser Arbeitsvorgänge, um Zeitaufwand und daraus resultierend Kosten zu reduzieren sowie höhere Vortriebsleistungen zu erzielen. Im Vordergrund der Untersuchung stehen primär nicht technische Verbesserungen, sondern kurzfristig durchführbare Veränderungen, die den Betriebsablauf organisatorisch optimieren.

 Parallelisierung der Arbeitsvorgänge Ausbau und Wegfüllen mit 2-Phasenankerung
Parallelisierung der Arbeitsvorgänge Ausbau und Wegfüllen mit 2-Phasenankerung

Auf Grundlage der zur Zeit eingesetzten Ankerverfahren im Streckenvortrieb wird ein Modellstreckenvortrieb aufgestellt, der als Vergleichbasis für die Parallelisierung dient. Die Umsetzung der Parallelisierungsmöglichkeiten erfolgt schrittweise, in dem zuerst Optimierungen innerhalb eines Vorganges und anschließend zwischen mehreren Vorgängen aufgezeigt werden. Abschließend werden diese zu einem Gesamtkonzept zusammengefügt und in Form von Gantt-Diagrammen grafisch verdeutlicht. Insgesamt ergeben sich somit 9 Grundkonzepte und hieraus resultierend 34 Alternativen. Die Optimierung der Arbeitsvorgänge führt zu folgendem Ergebnis:

  • Verkürzung der Zykluszeit bis zu 40 %
  • schnelle Umsetzbarkeit
  • geringe Veränderung der Betriebsmitte
  • Maximale Auffahrleistung von 14,7 m/d
  • Kostensenkung bis zu 16 %
  • Entzerrung von Arbeitsvorgängen

Eckdaten

  • Level: Industrie


Forschungsgruppe(n)