Exkursion Ukraine 2012

Vom 25. August bis zum 5. September 2012 unternahm das Institut für Rohstoffgewinnung über Tage und Bohrtechnik (BBK III) der RWTH Aachen eine Exkursion in die Ukraine. An dieser nahmen unter der Leitung von Professor Christian Niemann-Delius vier weitere wis-senschaftliche Mitarbeiter des Instituts sowie zehn Studierende des Rohstoffingenieurwesens verschiedener Fachsemester teil.

Inklusive der An- und Abreise über Düsseldorf und Wien nach Dnipropetrowsk umfasste die Exkursion einen Zeitraum von zwölf Tagen. Die Reiseroute ist in der nachfolgenden Abbil-dung dargestellt. Zu den Stationen zählten die Städte Dnipropetrowsk, Komsomolsk, Krivoy Rog und Ordzhonikidze. Es wurden sechs über- und untertägige Bergbaubetriebe, die Uni-versität Dnipropetrowsk sowie mehrere kulturell und bergbaugeschichtlich bedeutende Mu-seen und Ausstellungen besucht.

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Auf einer der ersten Etappen wurde der Schwermineralsandtagebau Malyshev der Vilnohirsk Mining & Metallurgical Plant (VSMMP) in Volnogorsk befahren. Im Tagebau Malyshev wer-den Schaufelradbagger mit Schreitwerk für die Abraumbeseitigung eingesetzt. Die Gewin-nung der fluviatil abgelagerten Mineralsande erfolgt mit Draglines.

Die nächste Station der Reise bildete Krivoy Rog. Von dort aus wurden an den Folgetagen drei Eisenerztagebaue befahren, von denen zwei unmittelbar in der Umgebung von Krivoy Rog und einer in der Nähe von Poltova liegen. Darüber hinaus wurden die Aufbereitungsanla-gen der Tagebaue sowie eine Pelletieranlage besichtigt. In den Tagebauen Inguletsk und Poltova werden für den Abraumtransport Züge eingesetzt, die durch Seilbagger beladen werden.

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Der bedeutendste Abbau von Manganerz findet in der Nähe von Ordzhonikidze statt, wo rund 900 Tonnen Mangankonzentrat im Jahr gewonnen werden. Sowohl der Tagebau, in dem überwiegend Draglines eingesetzt werden, als auch die Aufbereitungsablagen wurden im Rahmen der Exkursion besucht.

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Die letzte Befahrung führte zum untertägigen Steinkohlenbergwerk Pavlohrad Ugol, das ca. 100 km östlich von Dnipropetrowsk liegt. Im Abbaugebiet befinden sich elf Flöze, von denen aktuell jedoch nur drei abgebaut werden. Die Flöze weisen ein Einfallen von 4 Gon auf und besitzen eine Mächtigkeit von 0,7 bis 1 m. Der Abbau wird bis zu einer Teufe von 500 m betrieben.

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