Exkursion Australien 2009

Vom 17. August bis zum 2. September 2009 war eine Gruppe von 16 Studenten der Studiengänge Rohstoffingenieurwesen und Bergbau sowie Institutsmitarbeitern des BBK III unter Leitung von Professor Niemann-Delius in Australien unterwegs.

Die Flugroute führte von Frankfurt a.M. über Dubai nach Perth. Die Hauptstadt des australischen Bundesstaates Western Australia wurde als erste Station auf dem australischen Kontinent angesteuert.

Unterwegs in Westaustralien

Nach der ersten Nacht in Australien reiste die Exkursionsgruppe per Bus in die 50 km südlich von Perth gelegene Region Darling Range. Dort betreibt die Firma Alcoa World Alumina Australia die zwei Bauxittagebaue Willowdale und Huntly. Letzterer gilt derzeit als einer der größten aktiven Bauxittagebaue. Sowohl die Huntly-Mine als auch die angeschlossene Alluminiumraffinerie konnten im Rahmen der Exkursion besichtigt werden.

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Nachdem am Vortag die Gewinnung von Bauxit auf der Tagesordnung gestanden hatte, widmete man sich nun dem Thema Eisenerz. Etwa 97% der insgesamt etwa 275 Mio. Tonnen Eisenerz, die im Jahre 2006 in Australien gefördert wurden, stammten aus der Region Pilbara. Der Besuch der Cloud Break Mine der Fortescue Metals Group stellte schon insofern ein außergewöhnliches Erlebnis dar, als dass die Exkursionsteilnehmer vom Unternehmen eingeflogen wurden. Denn die Mine liegt etwa 1.100 km nördlich von Perth mitten im australischen Outback.

Übernachtung im Outback

Die Unterbringung der Exkursionsgruppe erfolgte in der firmeneigenen Siedlung in der Nähe des Tagebaus, welche wie die gesamte Infrastruktur eigens für das Bergbauprojekt errichtet wurde. Die Gewinnung des flözartig gelagerten Eisenerzes erfolgt sowohl per Shovel and Truck als auch per Surface Miner.

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Nach einem Tag Aufenthalt in Cloud Break ging es per Bus in die Bergbaustadt Newman. Von dort aus sind es lediglich 4 km bis zum Eisenerztagebau Mt Whaleback. Dieser erstreckt sich über eine Länge von 5,5 km und eine Breite von 1,5 km.

Mit Cloud Break und Mt Whaleback konnten zwei verfahrenstechnisch und lagerstättengeologisch sehr unterschiedliche Eisenerztagebaue besichtigt werden.

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Kohlebergbau

Am achten Tag der Exkursion wurde der Braunkohlentagebau Yallourn befahren. 2002 wurde die Gewinnung auf ein neuartiges Abbausystem aus Reißraupen und Feeder-Breakern umgestellt.

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In Newcastle besichtigten die Exkursionsteilnehmer am nächsten Tag den Kohleexporthafen Port Waratah.

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Mit der Chain Valley Mine wurde am darauffolgenden Tag ein untertägiges Kohlebergwerk besichtigt. Die Steinkohle wird dort mit Hilfe von Continuous Minern im Örterbau unter einem See abgebaut.